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Hätte ich doch ...



Im Sommer war sie stets mit Achselshirt, Shorts und barfuss in ihrer lichtdurchfluteten Wohnung unterwegs.

Puh, war es heute warm. Ihre Wäsche war gewaschen und baumelte auf dem Wäschegestell ihres Balkons. Und sie musste noch einkaufen gehen. Dazu hatte sie nicht die geringste Lust. Aber was soll das Gejammer, da half nix, wollte sie nicht verhungert aufgefunden werden.

Nach der Inspektion ihrer Vorratskammer stellte sie fest, dass selbst die Selters aufgebraucht war.

Sie schnappte sich zuerst den leeren Wasserkasten, öffnete die Wohnungstür, trat einen Schritt auf den Fußabstreicher hinaus und stellte ihre Last auf die strahlendweißen Fliesen des Hausflures ab.


Die Haustür im Erdgeschoss ging auf und für einen Moment genoß sie den kühlen Windhauch der ihre verschwitzte Haut streifte.

Ihr Blick fiel auf einen Schmutzfleck am Boden. Ach herrje. Diese Wochenende war sie außerdem mit der Treppenreinigung an der Reihe.


Rumms!


Ein ohrenbetäubender Knall erschütterte das Haus und lies sie erschrocken und wie ertappt zusammenfahren.

Dabei hatte sie gar kein schlechtes Gewissen.

Unheil schwanend drehte sie sich um und sah die vollendete Tatsache.

Die Tür war zu, der Schlüssel drin, der entspannte Samstag war dahin.

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