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Game Over



Völlig verschwitzt und außer Atem standen sie auf dem Hochhausdach und starrten über die brennende Schneise, die sie im Kampf gegen die übermächtigen Außerirdischen der Stadt zugefügt hatten.

„Ich hoffe, das wir alle erledigt haben“, knurrte Curt.

„Wäre fatal, wenn nicht.“

Fatima war froh, dass das Grauen vorbei war und wünschte sich mehr denn je eine Dusche. Der Ruß und der Mauerstaub schien sich in jeder Hautpore festgesetzt zu haben.


Erschöpft ließen beide ihre Waffen sinken. Die Sonne stieg gerade empor und beleuchtete die Winterwolken orangerot, die mit den blauen Himmelsfetzen harmonierten.

Ein deprimierender und zugleich hoffnungsvoller Anblick. Die Gebäude konnten wieder aufgebaut werden. Nichtsdestotrotz gedachten sie der Menschen, die nicht mehr unter ihnen weilten.

Curt räusperte sich, hängte seinen Bärentöter über die Schulter und fragte so beiläufig wie möglich: „Wollen wir nächste Woche mal … Also … Irgendwohin zusammen essen gehen?“

Überrascht drehte sich Fatima zu ihm und trat näher: „Du meinst ein Date?“

Er vergrub seine geballten Hände in die Taschen seiner Tarnfleckenhose und blickte auf seine Schuhe: „Naja. Ja. Doch.“

Sie steckte ihre halbautomatischen Pistolen in die Halfter und stand mit einem Schritt vor ihm. Dann stellte sie sich auf die Zehenspitzen. Trotz ihrer zierlichen Größe machte sein gesenkter Kopf es ihr leichter ihn zu küssen, mit ihren sanften Händen seine Fäuste zu lockern, aus seinen Taschen zu ziehen und um sich zu legen.

Als wolle er sie niemals loslassen, hielt er sie fest.

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Signum der Autorin Yvonne Beetz
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